BUV für wen?

Für wen kommt eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Frage?

Grundsätzlich kommt eine Berufsunfähigkeitsversicherung für jeden Arbeitnehmer und ganz besonders auch für Freiberufler und Selbstständige in Frage. Sie ist also für alle Person unabdingbar, die ihren Lebensunterhalt mittels selbstständiger oder nichtselbstständiger Arbeit verdienen müssen. Damit dürfte die Berufsunfähigkeitsversicherung für nahezu jeden Bundesbürger in einem Alter zwischen 18 und 65 Jahren obligatorisch sein.

Was versichert die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Nicht nur bezahlte Tätigkeiten lassen sich im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung versichern, sondern auch unentgeltliche Arbeiten beziehungsweise karitative Tätigkeiten. Grund dafür ist, dass auch diese in der Regel nicht ohne einen entsprechend hohen finanziellen Aufwand ersetzbar sind.
Das beste Beispiel für eine solche, unentgeltliche Tätigkeit ist die Arbeit einer Hausfrau. In einem Haushalt - womöglich noch mit Kindern - ist ihre Arbeit zwar unentgeltlich, jedoch nicht ohne einen entsprechenden finanziellen Aufwand zu ersetzen. Konkret bedeutet das: Wenn die Arbeitsleistung der Hausfrau ausfällt, muss eine entsprechende Haushaltshilfe eingestellt werden, die dann sehr wohl einen Arbeitslohn erfordert.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige und Freiberufler

Wie bereits angedeutet, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung insbesondere für Selbstständige und Freiberufler in Deutschland eine der wichtigsten Versicherungsformen überhaupt. Während bei älteren Arbeitnehmern eine Berufsunfähigkeit in einigen Fällen noch durch die staatliche Erwerbsunfähigkeitsrente abgesichert ist (wir kommen gleich noch darauf zu sprechen), kann sich bei Selbstständigen und Freiberuflern der Ausfall der eigenen Arbeitsleistung innerhalb kürzester Zeit als existenzbedrohend erweisen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass diese Berufsgruppen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Es existieren heute übrigens zahlreiche Spezialformen der BU-Versicherung, die genau auf die Bedürfnisse und Voraussetzungen von Freiberuflern und Selbstständigen zugeschnitten sind. Nähere Informationen dazu wird Ihnen jeder unabhängige Versicherungsfachmann geben können. Auch im Internet finden sich hierzu zahlreiche Informationsmöglichkeiten.

Weiterhin unterscheidet sich die Wichtigkeit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, von Berufsgruppe zu Berufsgruppe mitunter sehr deutlich. Wer einer körperlich und/oder seelisch beziehungsweise geistig sehr anstrengend Tätigkeiten nachgeht, läuft viel eher Gefahr, im Laufe seines Arbeitslebens einmal berufsunfähig zu werden als der, welcher einer einfache Bürotätigkeit ohne besondere körperliche oder geistige Anstrengungen ausführt. Berufsgruppen, für die der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung besonders wichtig ist, sind beispielsweise Berufssportler, Handwerker, Bauarbeiter, Möbelpacker und so weiter. Aber auch Lehrer sind z. B. eine Berufsgruppe, die besonders häufig im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig wird. Hier ist es insbesondere der psychische Stress, welcher für diese Auswirkungen sorgt.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, zur Absicherung gegen eine eventuelle Berufsunfähigkeit die staatliche Rentenversicherung beziehungsweise deren Erwerbsunfähigkeitsrente zu nutzen. Wichtige dabei zu wissen ist aber, dass diese Möglichkeit nur Personen offen steht, die vor dem 1. Januar 1961 geboren wurden. Diesen Berufstätigen steht im Rahmen ihrer staatlichen Rentenversicherung die so genannte Invalidenrente zur Verfügung. Sie wird heute allerdings meist als Erwerbsunfähigkeitsrente bezeichnet. Leistungsmäßig unterscheidet sich diese Versicherungsform zwar leicht von der privat abgeschlossen Berufsunfähigkeitsversicherung, sie bietet aber dennoch eine recht gute Vorsorge, so dass viele aus dieser Personengruppe auf den Abschluss einer weiteren, privaten Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten.

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